Stadt Mülheim an der Ruhr

Die Stadt Mülheim an der Ruhr ist im Jahr 2019 zum insgesamt 21. Mal Gastgeberin der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland.

Ausführliche Informationen zu der aktuell rund 173.000 Einwohner (Stand: 30.06.2018) zählenden Kommune im Ruhrgebiet erhalten Sie auf der Homepage der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Kleiner Neustart für Tokio 2020

(30.08.2017) Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) geht hinsichtlich seiner Bundesstützpunkte (BSP) neue Wege: Trainierten bis dato alle Damen am Bundesstützpunkt in Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) und alle Herren am Bundesstützpunkt in Saarbrücken, haben ab dem 1. September alle Athletinnen und Athleten, die auf die Einzeldisziplinen spezialisiert sind, ihren Trainingsstandort in Mülheim an der Ruhr und all jene, die Damendoppel, Herrendoppel bzw. Mixed spielen, ihren in der Hauptstadt des Saarlandes.

„Wir überlegen permanent, mit welchen Maßnahmen wir möglichst erfolgreich sein können. Ein Thema war in der Vergangenheit immer wieder die Umstrukturierung der Bundesstützpunkte“, sagt Chef-Bundestrainer Detlef Poste. „Da nach den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro zahlreiche langjährige Bundeskaderathletinnen und -athleten ihre Karriere beendeten, erschien uns der jetzige Zeitpunkt relativ günstig, um Veränderungen vorzunehmen“, erläutert DBV-Präsident Thomas Born. DBV-Sportdirektor Martin Kranitz verweist dabei darauf, dass eine Konzentration auf einen Bundesstützpunkt ebenfalls intensiv diskutiert worden sei: „Dies haben wir aber letztlich – in der Abwägung aller Vor- und Nachteile sowie der in dem Fall zusätzlich notwendigen Kapazitäten für Training, Wohnen und Serviceleistungen – verworfen.“

Die Verantwortlichen versprechen sich durch die Umstrukturierung zum einen für die Damen große Vorteile, da sie künftig – zumindest zeitweise – gemeinsam mit den Herren trainieren werden. Außerdem sind im Mixed deutliche Fortschritte zu erwarten, da die Paarungen nun regelmäßig zusammen trainieren können. Nicht zuletzt besteht durch das neue Konstrukt für alle Trainer, die sich mit dem Einzel bzw. mit dem Doppel befassen, die Möglichkeit, sich täglich an einem Ort auszutauschen.

„Wir haben das Projekt langfristig geplant – allein wegen der Umzüge und der eventuellen Studienwechsel. Sicherlich ist die Umstrukturierung für einige Spielerinnen und Spieler mit persönlichen Einschnitten verbunden, aber wir versuchen, das Ganze so gut wie möglich hinzubekommen, und haben für einige Leute auch Übergangslösungen geschaffen. Wir möchten natürlich auch individuell unseren Athletinnen und Athleten gerecht werden“, so Detlef Poste. Der Chef-Bundestrainer betont in diesem Zusammenhang, dass nicht allein die Spielerinnen und Spieler, Trainerinnen und Trainer, sondern auch die Partner des DBV an den beiden involvierten Olympiastützpunkten (OSP) – Rhein-Ruhr und Rheinland-Pfalz/Saarland – den olympischen Spitzenverband gut in seinem Vorhaben unterstützt hätten und nach wie vor unterstützten.

„Für uns bedeutet die Umstrukturierung einen kleinen Neustart für Tokio 2020. Ich bin mir sicher, dass uns das neue Konstrukt Vorteile bringen wird“, ist Detlef Poste zuversichtlich. Trainingsbeginn für die Spielerinnen und Spieler in den neuen Gruppen ist am 4. September.

Zum Standort Mülheim an der Ruhr bekannt

(27.01.2016) Der Deutsche Badminton-Verband (DBV) hat ein klares Bekenntnis zum Standort Mülheim an der Ruhr abgegeben: Das Präsidium des olympischen Spitzenverbandes beschloss, das dort ansässige „Badminton-Spitzensportzentrum“ in „Deutsches Badminton-Zentrum“ (DBZ) umzubenennen. „Damit wird deutlich zum Ausdruck gebracht, dass Mülheim der Hauptstandort für die Sportart Badminton in Deutschland ist“, erläutert DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.

Das „Deutsche Badminton-Zentrum“ stellt eine Kooperation zwischen dem DBV und dem Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen (BLV-NRW) dar und umfasst den Bundesstützpunkt der Damen, einen DBV-Nachwuchsstützpunkt, einen Landesleistungsstützpunkt U19-13, Talentsichtung/Talentförderung U11-7, das YONEX Badminton-Internat sowie die Geschäftsstellen von DBV und BLV-NRW. Damit ist ein durchgängiges System – von der Sichtung/Förderung im Kindergartenalter über die Ausbildung ambitionierter Jugendlicher bis hin zur Arbeit mit Teilnehmern an Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften – gegeben. Das Internat, welches Top-Talenten aus ganz Deutschland die Möglichkeit bietet, ihre Karriere als Leistungssportler und die schulische Ausbildung optimal zu vereinbaren, befindet sich dabei unmittelbar neben der professionell ausgestatteten, reinen Badmintonhalle.

Der Badminton-Landesverband Nordrhein-Westfalen ist nicht allein der mitgliederstärkste Landesverband, sondern auch derjenige mit der erfolgreichsten Nachwuchsarbeit. Zudem unterstützt seit jeher die Stadt Mülheim an der Ruhr den Badmintonsport vor Ort sehr stark. Die Verbundenheit mit dem Landesverband und mit der Stadt Mülheim, in der ja auch seit vielen Jahren die YONEX German Open Badminton Championships – das für den Deutschen Badminton-Verband bedeutsamste Turnier – stattfinden, soll mit der Bezeichnung ‚Deutsches Badminton-Zentrum‘ in besonderer Weise herausgestellt werden“, so DBV-Präsident Karl-Heinz Kerst.

Ulrich Schaaf, der Präsident des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, fügt hinzu: „Die Zusammenarbeit mit dem DBV gestaltet sich seit vielen Jahren sehr eng und sehr gut. Durch die räumliche Nähe des Badminton-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zum DBV ergeben sich fast täglich Gespräche zwischen unseren Mitarbeitern und denen des DBV. Das betrifft insbesondere den Leistungssport bzw. die Trainer.“

Dass Mülheim an der Ruhr in der Badmintonszene einen herausragenden Stellenwert genießt, freut nicht zuletzt die Verantwortlichen der rund 171.000 Einwohner zählenden Kommune im Ruhrgebiet: „Das klare Bekenntnis zu unserer Stadt als dem Badmintonhauptstandort in Deutschland erfreut mich als Sportdezernent natürlich besonders. Aus meiner Sicht ist dies aber auch eine konsequente Entscheidung des DBV, blickt man auf die enorme Entwicklung, insbesondere der letzten zwölf Jahre, zurück. Dass das Gymnasium Luisenschule zum kommenden Schuljahr zur Sportschule NRW ernannt wurde, ist einerseits der Lohn der bisherigen, effektiven Zusammenarbeit mit dem Badminton-Bundes- und -Nachwuchsstützpunkt und andererseits Motivation für die weitere Optimierung des Verbundsystems Schule und Leistungssport“, lobte Ulrich Ernst, der Dezernent für Bildung, Soziales, Jugend, Gesundheit, Sport und Kultur der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Ergänzend zu Mülheim wird in vielen anderen Teilen Deutschlands wertvolle Arbeit in der Sportart Badminton geleistet: Der Bundesstützpunkt der Herren befindet sich in Saarbrücken. Darüber hinaus existieren zwei Bundesstützpunkte Nachwuchs des DBV (in Frankfurt am Main und in Hamburg) sowie – verteilt auf mehrere Regionen Deutschlands – vier Nachwuchsstützpunkte (inklusive dem in Mülheim an der Ruhr) und elf Talentstützpunkte des DBV.
 

„Gefällt mir“ – Zu den YGO bei Facebook